Protein vs. Kohlenhydrate beim Frühstück: Was ein Ernährungsberater empfiehlt

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Die Frage, ob man den Tag mit Eiweiß oder Kohlenhydraten beginnen soll, ist differenzierter als ein einfaches Entweder/Oder. Beide Makronährstoffe bieten deutliche Vorteile und ein ausgewogener Ansatz führt oft zu den besten Ergebnissen für anhaltende Energie, stabilen Blutzucker und allgemeine Gesundheit. Der Schlüssel liegt darin, wie Sie sie kombinieren und warum das Timing wichtig ist.

Die Wissenschaft des Proteins zuerst

Den Tag mit 20–30 Gramm Protein zu beginnen, kann mehrere Vorteile haben. Protein lässt den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen, wie es bei Kohlenhydraten der Fall ist und hilft Ihnen so, Energieeinbrüche und daraus resultierende Heißhungerattacken zu vermeiden. Dies macht es zur idealen Wahl für diejenigen, die Appetitkontrolle und anhaltende Konzentration im Vordergrund haben.

Darüber hinaus ist Ihr Körper vormittags am empfänglichsten für Proteine ​​zur Muskelreparatur und zum Muskelwachstum. Dies ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Beweglichkeit und Kraft den ganzen Tag über, insbesondere wenn Sie körperliche Aktivität planen. Ideal ist es, die Proteinzufuhr gleichmäßig auf die Mahlzeiten zu verteilen, aber die Priorisierung beim Frühstück schafft eine solide Stoffwechselgrundlage.

Das Argument für komplexe Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind nicht der Feind; raffinierte Kohlenhydrate sind. Komplexe Kohlenhydrate aus ganzen, unverarbeiteten Quellen (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse) liefern wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe. Diese versorgen Ihr Gehirn und Ihren Körper mit Glukose, liefern sofortige Energie und unterstützen gleichzeitig die Darmgesundheit.

Interessanterweise ist die Insulinsensitivität morgens tendenziell am höchsten, was bedeutet, dass Ihr Körper Kohlenhydrate früher am Tag effizienter verarbeitet. Dieser Zeitpunkt kann besonders vorteilhaft sein, wenn Sie ein Training planen, da Glukose für die körperliche Leistungsfähigkeit unerlässlich ist.

Die Kraft der Kombination

Die effektivste Strategie besteht oft darin, Proteine und Kohlenhydrate beim Frühstück zu kombinieren. Diese Paarung stabilisiert den Blutzuckerspiegel, verhindert Spitzen und Abstürze und sorgt dafür, dass Sie sich länger satt und voller Energie fühlen. Es passt sich auch Ihrem Tagesrhythmus an: Wenn Sie morgens mehr und abends weniger essen, werden der Blutzuckerspiegel und die Lipidwerte besser kontrolliert und Heißhungerattacken reduziert.

„Mehr zum Frühstück und weniger zum Abendessen zu essen ist besser für Ihren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus geeignet, sorgt für einen stabilen Blutzuckerspiegel und verringert den Heißhunger.“

Passen Sie Ihr Frühstück an Ihr Aktivitätsniveau an

Wenn Sie morgens Sport treiben, insbesondere hochintensives Training, sollten Sie 3-4 Stunden vorher Kohlenhydrate priorisieren. Overnight Oats mit Beeren sind eine gute Option. Wenn Sie weniger aktiv sind, reduzieren Sie entsprechend Ihre Kohlenhydrataufnahme.

Über den Energiebedarf hinaus können Kohlenhydrate beim Frühstück auch Folgendes bewirken:

  • Verbessern Sie die Stressregulierung
  • Stimmung verbessern
  • Stoffwechsel ankurbeln
  • Unterstützen Sie die Verdauung

Wie viel Protein ist genug?

Für die meisten Menschen reichen 20–30 Gramm Protein zum Frühstück aus. Einige können von bis zu 40 Gramm profitieren. Zu den hochwertigen Quellen gehören Hüttenkäse, griechischer Joghurt, Eier, Fisch, Quinoa, Tofu und Bohnen. Die Kombination dieser mit komplexen Kohlenhydraten optimiert die Mahlzeit weiter.

Frühstücksideen

Hier sind einige Beispielfrühstücke, die sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten:

  • Hüttenkäse mit Kiwi: 1 Tasse Hüttenkäse (24 g Protein) + 1 mittelgroße Kiwi (10,5 g Kohlenhydrate) + 2 EL Cashewnüsse (2,5 g Protein). Gesamt: 27g Protein.
  • Power Protein Smoothie: 1 Tasse Milch (8 g Protein) + 40 g Molkenproteinpulver (26 g Protein) + 2 EL Erdnussbutter (8 g Protein) + 1 Tasse gefrorene Erdbeeren (10 g Kohlenhydrate). Gesamt: 34g Protein.
  • Tofu-Rührei mit Spinat und Tomaten: ½ Tasse Tofu (21,8 g Protein) + 1 Tasse Spinat + Tomaten + gekeimter Vollkorntoast (2,5 g Protein, 13 g Kohlenhydrate) + ½ Tasse Beeren (18,7 g Kohlenhydrate). Gesamt: 25g Protein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es beim idealen Frühstück nicht darum geht, zwischen Eiweiß und Kohlenhydraten zu wählen, sondern sie strategisch zu kombinieren, um die Energie zu optimieren, den Blutzucker zu stabilisieren und Ihr tägliches Aktivitätsniveau zu unterstützen. Priorisieren Sie vollwertige, unverarbeitete Lebensmittel und passen Sie Ihre Makronährstoffverhältnisse an Ihre individuellen Bedürfnisse an.