Fehlinformationen über den Schlaf sind weit verbreitet und wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Eine aktuelle Studie in Sleep Health identifizierte sieben schädliche Schlafmythen und bewertete ihre Richtigkeit mithilfe einer Gruppe von Schlafmedizinexperten. Die Ergebnisse zeigen, dass viele weit verbreitete Überzeugungen über den Schlaf nicht nur falsch, sondern auch schädlich für das Wohlbefinden sind.
Die schädlichsten Schlafmythen
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„Viele Erwachsene brauchen nur 5 Stunden Schlaf oder weniger.“ Dies ist vielleicht das gefährlichste Missverständnis. Während einige Personen behaupten, mit minimalem Schlaf zu funktionieren, zeigt die Wissenschaft, dass die meisten Erwachsenen mindestens 7-9 Stunden pro Nacht für eine optimale Leistung benötigen. Chronischer Schlafmangel erhöht das Risiko von Herzerkrankungen, schwächt das Immunsystem, verschlimmert Stimmungsstörungen und beeinträchtigt die Stoffwechselfunktion. Das seltene „Kurzschlaf-Gen“ betrifft weniger als 1 % der Bevölkerung; Für alle anderen ist ein dauerhafter Schlaf von weniger als 7 Stunden ein schneller Weg zum Burnout.
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„Dein Körper kann sich mit der Zeit an weniger Schlaf gewöhnen.“ Dieser Mythos erzeugt ein falsches Gefühl des Fortschritts. Selbst wenn Sie sich nach wochenlangem Kurzschlaf nicht mehr müde fühlen, zeigen Studien, dass sich die kognitiven Funktionen (Reaktionszeit, Gedächtnis, Konzentration) weiterhin verschlechtern. Längerer Schlafmangel stört auch den Hormonhaushalt, erhöht Cortisol und reduziert gleichzeitig Wachstumshormon und Testosteron – wichtig für die Genesung und Reparatur.
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„Wenn man jederzeit und überall einschlafen kann, bedeutet das, dass man gut schläft.“ Schnelles Einschlafen in jeder Situation ist normalerweise ein Zeichen für schweren Schlafmangel oder eine Grunderkrankung wie Schlafapnoe oder Narkolepsie. Der Körper bleibt nicht wach, wenn er ruhen sollte.
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„Es spielt keine Rolle, wann du zu Bett gehst.“ Die Schlafenszeit ist wichtig. Der Körper arbeitet nach einem zirkadianen 24-Stunden-Rhythmus, und ständiges spätes Zubettgehen kann diesen Zyklus stören und die Schlafqualität beeinträchtigen. Unregelmäßige oder verzögerte Schlafenszeiten führen zu weniger erholsamem Tiefschlaf, fragmentierter Ruhe, Stimmungsproblemen und einem erhöhten Diabetesrisiko.
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„Alkohol vor dem Schlafengehen hilft beim Schlafen.“ Alkohol kann anfangs Schläfrigkeit hervorrufen, unterdrückt jedoch den REM-Schlaf (entscheidend für das Gedächtnis und die emotionale Regulierung), führt zu Schlaffragmentierung und verschlimmert Schnarchen/Schlafapnoe. Mit der Zeit kann eine Alkoholabhängigkeit zum Schlafen dazu führen, dass Sie weniger ausgeruht sind als zuvor.
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„Ein gesunder Schläfer bewegt sich nachts nie.“ Bewegung im Schlaf ist normal. Menschen jeden Alters wechseln ihre Position und erleben kurze Erregungen. Sofern die Bewegungen nicht häufig und störend sind (wie beim Restless-Legs-Syndrom), sind sie kein Grund zur Sorge. Ein wenig Hin- und Herwälzen gehört zu einer gesunden Schlafphysiologie.
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„Wenn Sie mitten in der Nacht aufwachen, bleiben Sie am besten einfach im Bett.“ Längeres Wachliegen kann einen negativen Zusammenhang zwischen Ihrem Bett und Schlaflosigkeit hervorrufen und die Schlaflosigkeit verschlimmern. Schlafspezialisten empfehlen eine Reizkontrolltherapie: Stehen Sie auf, wenn Sie nicht innerhalb von 20 Minuten einschlafen können, tun Sie etwas Beruhigendes bei schwachem Licht und kehren Sie erst dann ins Bett zurück, wenn Sie schläfrig sind. Dadurch wird Ihr Gehirn trainiert, Bett mit Schlaf zu assoziieren.
Praktische Schritte für besseren Schlaf
Die Studie betont, dass Schlafverkürzungen echte Gesundheitskosten verursachen. Um Ihren Schlaf zu verbessern, priorisieren Sie 7–9 Stunden pro Nacht, halten Sie sich an einen einheitlichen Zeitplan, schaffen Sie eine schlaffreundliche Umgebung (kühl, dunkel, ruhig, ohne Bildschirm) und erwägen Sie, Ihrer Routine ein Magnesiumpräparat hinzuzufügen.
Das Fazit: Guter Schlaf ist für die körperliche und geistige Gesundheit unerlässlich. Die Entlarvung dieser Mythen und die Einführung evidenzbasierter Praktiken ist eine Investition in Ihr allgemeines Wohlbefinden.























