Sodbrennen oder Herzinfarkt: Brustschmerzen erkennen

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Beschwerden in der Brust sind ein beängstigendes Erlebnis und eine der ersten Fragen, die sich Menschen stellen, ist, ob es sich lediglich um Sodbrennen oder um etwas Ernsteres wie einen Herzinfarkt handelt. Obwohl beide Erkrankungen ähnliche Empfindungen hervorrufen können, ist es wichtig, die Unterschiede zu verstehen.

Warum das wichtig ist

Viele Menschen tun Schmerzen in der Brust als Verdauungsstörung ab, doch die Verzögerung der Behandlung eines Herzinfarkts kann tödlich sein. Umgekehrt belasten unnötige Notaufnahmen aufgrund von Sodbrennen die Gesundheitssysteme. Der Schlüssel liegt darin, zu wissen, wann sofortige ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss.

Hauptunterschiede in den Symptomen

Sowohl Sodbrennen als auch Herzinfarkte können Brustbeschwerden verursachen, was die Diagnose selbst für medizinisches Fachpersonal schwierig macht.

  • Herzinfarkt: Wird oft eher als Druck, Engegefühl, Quetschen oder Einengung in der Brust als als stechender Schmerz beschrieben. Dieses Gefühl kann sich auf Arm, Schulter, Nacken, Kiefer oder Rücken ausbreiten. Weitere Symptome sind Atemnot, Schwitzen, Schwindel oder Übelkeit.
  • Sodbrennen: Sodbrennen wird durch das Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre verursacht und fühlt sich typischerweise wie ein brennendes Gefühl in der Brust oder im Oberbauch an, das in Richtung Rachen aufsteigen kann.

Allerdings sind diese Unterscheidungen nicht immer eindeutig. Herzinfarktsymptome können atypisch sein und Verdauungssymptome treten nicht immer vorhersehbar auf. Wenn Sie noch nie zuvor Sodbrennen verspürt haben, gehen Sie nicht davon aus, dass es das ist, was Sie empfinden.

Wann Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten

Wenn Ihre Brustbeschwerden schwerwiegend, anhaltend oder schlimmer sind, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Wenn die Symptome mit Antazida nicht verschwinden, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie möglicherweise professionelle Hilfe benötigen.

Risikofaktoren und Kontext

Ihr Alter, Ihre Krankengeschichte und Ihr Lebensstil spielen eine Rolle. Das Risiko eines Herzinfarkts steigt mit zunehmendem Alter: bei Männern ab 45, bei Frauen ab 55. Rauchen, hoher Cholesterinspiegel und frühere Herz-Kreislauf-Probleme erhöhen die Wahrscheinlichkeit herzbedingter Brustschmerzen.

Frauen und atypische Symptome

Herzinfarktsymptome bei Frauen weichen häufig vom „klassischen“ Brustdruck ab. Bei Frauen kann es zu Kurzatmigkeit, Müdigkeit oder Schmerzen kommen, die eher einer Verdauungsstörung ähneln. Diese subtileren Zeichen können leicht abgetan werden.

Warum sie sich ähnlich fühlen

Sowohl Sodbrennen als auch Herzinfarkte können ähnliche Empfindungen auslösen, da Herz und Speiseröhre über nahegelegene Nervenbahnen verfügen. Das Gehirn hat Mühe, die genaue Ursache des Unbehagens zu lokalisieren.

Wann Sie 911 anrufen sollten

Rufen Sie sofort 911 an, wenn Folgendes auftritt:

  • Starker, anhaltender Druck oder Engegefühl in der Brust.
  • Brustbeschwerden, begleitet von Schwitzen, Erbrechen, Kurzatmigkeit, Schwindel oder Schwäche.
  • Schmerzen, die in den Arm, die Schulter, den Nacken, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen.
  • Neue Symptome in der Brust, wenn Sie in der Vergangenheit an einer Herzerkrankung gelitten haben.

Zögern Sie nicht, 911 anzurufen, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ärzte bewerten lieber einen Fehlalarm, als dass jemand die Behandlung in einem echten Notfall verzögert.

Weitere Symptome, auf die Sie achten sollten

Suchen Sie einen Arzt auf bei:

  • Schwindel, der auf Herzrhythmusstörungen oder Klappenprobleme hinweisen könnte.
  • Herzklopfen oder Herzrasen.
  • Bewusstlosigkeit.
  • Übelkeit, besonders bei Frauen.
  • Kurzatmigkeit.

Abschließende Gedanken

Brustschmerzen sollten niemals ignoriert werden. Während Sodbrennen oft beherrschbar ist, erfordert ein Herzinfarkt ein sofortiges Eingreifen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, gehen Sie auf Nummer sicher und suchen Sie medizinische Hilfe auf. Den Unterschied zu kennen, könnte Ihr Leben retten.

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