CDC-Chef für Impfstoffe stellt die individuelle Entscheidung über die öffentliche Gesundheit in einen dramatischen Wandel

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Der neue Vorsitzende des Impfstoff-Beratungsausschusses des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Dr. Kirk Milhoan, hat öffentlich erklärt, dass persönliche Freiheit das Leitprinzip seiner Führung sein wird. Dies stellt eine deutliche Abkehr vom historischen Fokus des Gremiums auf Ergebnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit dar und löst bei Epidemiologen und Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens Bedenken aus.

Neue Führung, neue Prioritäten

Milhoan, der nach einer umfassenden Neubesetzung des Beratenden Ausschusses für Impfpraktiken (ACIP) durch Gesundheits- und Sozialminister Robert F. Kennedy Jr. ernannt wurde, erklärte kürzlich in einem Podcast-Interview, dass die Autonomie des Einzelnen Vorrang vor kollektiven Gesundheitserwägungen habe. Dieser Philosophiewandel spiegelt sich bereits in den Maßnahmen des Ausschusses wider: Routinemäßige Impfungen gegen COVID-19 und Grippe wurden gekürzt, und viele Staaten entscheiden sich, diesen neuen Empfehlungen nicht zu folgen.

Wer ist Kirk Milhoan?

Dr. Milhoan ist ein Kinderkardiologe, der auch eine Kirche auf Maui leitet, wo er sich zuvor gegen COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von Masken gewehrt hatte. Seine Ansichten stimmen mit der Impfskepsis überein, und durch seine Zugehörigkeit zur Independent Medical Alliance hat er entlarvte Behandlungen wie Ivermectin gefördert. Kritiker stellen in Frage, wie sein Hintergrund in der Kardiologie die Entscheidungsfindung im Bereich der öffentlichen Gesundheit beeinflusst, insbesondere angesichts seiner erklärten Überzeugung, dass Impfstoffe Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen – eine Behauptung, die vom allgemeinen wissenschaftlichen Konsens nicht gestützt wird.

Das Argument für „Autonomie“

Milhoan argumentiert, dass das Erzwingen von Impfungen einen Eingriff in die individuelle Freiheit darstellt. Er behauptet, dass die Wiederherstellung des „Vertrauens“ in die öffentliche Gesundheit die Freiwilligkeit von Impfungen erfordere. Er schlägt sogar vor, dass Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens die Folgen niedrigerer Impfraten beobachten sollten, und erklärt: „Wir werden eine reale Erfahrung machen, wenn ungeimpfte Menschen Masern bekommen.“

Dieser Ansatz ignoriert jahrzehntelang etablierte epidemiologische Daten. Polio- und Masernimpfungen wurden in der Vergangenheit mit einem erheblichen Rückgang der Krankheitsinzidenz in Verbindung gebracht, und sinkende Impfraten stellen eine direkte Bedrohung für die Herdenimmunität dar.

Die Konsequenzen in der realen Welt

Die Konsequenzen von Milhoans Perspektive sind bereits offensichtlich. Die Masernfälle haben den höchsten Stand seit über 25 Jahren erreicht, im vergangenen Jahr starben drei ungeimpfte Kinder. Jeder fünfte Masernfall erfordert einen Krankenhausaufenthalt und Komplikationen wie Lungenentzündung, Enzephalitis und Taubheit sind häufig. Milhoans Vorschlag, Polio- und Masernimpfungen als „Beobachtung“ abzuschaffen, wird von Experten angesichts der gut dokumentierten Risiken dieser Krankheiten als leichtsinnig angesehen.

Elizabeth Jacobs, Ph.D., eine Epidemiologin im Ruhestand, beschrieb Milhoans Haltung als „eines der beunruhigendsten Dinge, die ich in meiner gesamten Karriere gesehen habe“. Sie stellte fest, dass die Folgen vorhersehbar seien: Kinder würden krank werden, ins Krankenhaus eingeliefert werden und an vermeidbaren Krankheiten sterben.

Alphabetisierung und Einverständniserklärung

Milhoan plädiert auch für eine „detaillierte Einverständniserklärung“ der Eltern, obwohl ein erheblicher Teil der erwachsenen US-Bevölkerung (21 % im Jahr 2024) funktionale Analphabeten ist. Dies wirft die Frage auf, ob Eltern die Risiken und Vorteile von Impfungen ohne fachkundige Anleitung realistisch einschätzen können.

Dem ACIP des CDC wurde in der Vergangenheit die Aufgabe übertragen, die öffentliche Gesundheit zu verbessern, aber unter Milhoans Führung scheint das Komitee der individuellen Autonomie Vorrang vor dem kollektiven Wohlergehen zu geben. Diese Verschiebung der Prioritäten löst bei Gesundheitsexperten Besorgnis aus und warnt davor, dass sie zum Wiederauftreten vermeidbarer Krankheiten und zu einer Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung führen könnte.

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