Warum Nichtstun im Urlaub Ihre Entspannung ruiniert (und was Sie stattdessen tun sollten)

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Der Sommer verspricht Flucht. Wir stellen uns Promenaden, Sonnenbaden und das Knacken von Krabben vor, ohne etwas zu tun zu haben. Etwa zwei Tage lang ist es ein Glücksgefühl. Dann verflüchtigt sich die Neuheit. Unruhe setzt ein. Schuldgefühle befallen Sie, weil Sie nicht produktiv sind. Mit diesem Gefühl sind Sie nicht allein.

Das Problem ist einfach: Wir haben vergessen, wie man sich richtig entspannt.

Mihaly Csikszentmihalyi, Psychologieprofessor an der Claremont Graduate University und Autor von „Finding Flow“, untersucht dieses Phänomen seit Jahrzehnten. Seine Forschungen zur Qualität der Freizeit bringen eine verblüffende Wahrheit ans Licht. Menschen sind in ihrer Freizeit oft weniger zufrieden und haben weniger Spaß als bei der Arbeit.

Im Büro fühlen sich Mitarbeiter kreativ, aufmerksam und zufrieden. Warum? Weil die Arbeit Herausforderungen mit sich bringt. Es erfordert Geschick. Es erfordert Konzentration.

Doch sobald der Arbeitstag endet, sinkt die Motivation. Diese „Freizeit“ wird oft passiv. Fernsehen fühlt sich langweilig an. Auswärts essen fühlt sich leer an. Wir lassen uns treiben. Wir tun nichts. Und das Ergebnis ist keine Ruhe; es ist geistige Stagnation.

„Die beste Art der Entspannung ist eine, bei der man etwas tut, das eine andere Fähigkeit und ein anderes Engagement erfordert als das, was man in anderen Situationen tut.“

Csikszentmihalyi argumentiert, dass wahre Entspannung ein Geisteszustand ist und nicht ein Mangel an Aktivität. Es erfordert Engagement. Sie müssen Energie in Hobbys investieren, die Ihren Geist fokussieren. Wenn Sie neue Energie tanken möchten, müssen Sie das Klischee des „Nichtstuns“ hinter sich lassen.

Die Wissenschaft der aktiven Entspannung

Passive Freizeit scheitert, weil es ihr an Struktur und Herausforderung mangelt. Csikszentmihalyi fand heraus, dass sich Menschen am wohlsten fühlen, wenn sie an einer bestimmten Aktivität oder einem bestimmten Gedankenprozess beteiligt sind.

Eine neue Fähigkeit erlernen. Tiefgründig lesen. Sich mit der Familie beschäftigen. Diese erfordern Anstrengung. Sie erfordern Beteiligung. Sie unterscheiden sich von der Routine des Alltags oder der Gedankenlosigkeit auf der Couch.

Dabei geht es nicht darum, im Urlaub härter zu arbeiten. Es geht darum, Ihr Engagement zu verändern. Sie brauchen Aktivitäten, die Neugier wecken. Sie müssen Ihr Gehirn auf eine neue Art und Weise herausfordern.

So planen Sie einen sinnvollen Urlaub

Die meisten Menschen scheitern bei der Urlaubsplanung, weil sie sie dem Zufall überlassen. „Wir werden es herausfinden, wenn wir dort sind“ ist ein Rezept für Stress, nicht für Entspannung.

Harry Hoover, Vizepräsident einer PR-Firma, die das Reisebüro von North Carolina vertritt, sieht wiederholt ein Scheitern dieses Vorhabens. Niemand möchte Entscheidungen spontan treffen. Jeder wird müde. Streitigkeiten beginnen. Die Freude stirbt.

Die Lösung liegt in der Vorbereitung. Schauen Sie sich die Tourismus-Websites an, bevor Sie losfahren. Wählen Sie ein paar Aktivitäten aus. Machen Sie einen Plan. Dies verringert die Entscheidungsmüdigkeit. Es schafft einen Rahmen für den Genuss.

Wo man authentische Erlebnisse findet

Hören Sie auf, die gleichen Promenaden und Outlet-Malls aufzusuchen. Touristenfallen sind vorhersehbar. Sie sind langweilig.

Stimulieren Sie Ihre Sinne, indem Sie Zeit mit Einheimischen verbringen. Sie können Neugier wecken, indem Sie die Kultur so erleben, wie es die Bewohner tun. Umfragen der Travel Industry of America zeigen, dass fast ein Viertel der erwachsenen Reisenden im Urlaub religiöse Gottesdienste besuchen. Es klingt ungewöhnlich, aber es verankert Sie im lokalen Lebensrhythmus.

Feste. Lokale Konzerte. Supermärkte. Hier spielt sich das wahre Leben ab. Sie bieten eine sensorische Stimulation, die ein Hotelpool nicht bieten kann.

Kurzurlaub vs. lange Reisen

Sie brauchen keine zwei Wochen Pause, um neue Energie zu tanken. Für viele Menschen sind kürzere Reisen anregender.

Barbara Mosgrave, eine Schriftstellerin in Washington D.C., bevorzugt Fünf-Tages-Reisen. Sie besuchte kürzlich San Francisco. Sie informierte sich über Ausstellungen, die sie schon immer sehen wollte. Sie besuchte bekannte Orte erneut. Die Reise gab ihr neue Energie, ohne ihren Arbeitsplan zu gefährden.

Das ist ein Trend. Laut TIA-Studien stiegen die Wochenendausflüge der Amerikaner zwischen 1986 und 1996 um 70 Prozent. Kürzere Pausen ermöglichen konzentriertes Engagement ohne den logistischen Albtraum, eine Woche lang zu packen.

Lokale Tagesausflüge, die funktionieren

Geld wird oft als Entschuldigung für einen schlechten Sommer angeführt. Es ist selten ein Hindernis.

Wenn Sie nicht weit reisen können, schauen Sie vor Ort nach. Staatsparks. Museen. Historische Stätten. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Tourist in Ihrer Heimatstadt. Die Neuheit, die eigene Stadt mit neuen Augen zu sehen, kann genauso regenerierend sein wie eine Reise nach Bali.

Das Ziel besteht nicht darin, dem Leben zu entkommen. Es geht darum, anders damit umzugehen.

Wenn Sie am Strand sitzen und über Ihre E-Mails nachdenken, werden Sie sich nicht entspannen. Wenn Sie einen Wanderweg wandern und sich auf die körperliche Herausforderung konzentrieren, könnten Sie das schaffen. Der Unterschied liegt in der Absicht.

Wir verbringen so viel Zeit damit, unsere Arbeitspläne zu optimieren. Warum überlassen wir unsere Ausfallzeiten dem Zufall?

Fangen Sie klein an. Wählen Sie eine Aktivität aus, die Sie noch nie ausprobiert haben. Planen Sie es. Gehen.

Sehen Sie, was passiert, wenn Sie aufhören zu treiben.

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