Der NBA-Draft von 1984 gilt als goldene Ära, für Portland bleibt er jedoch eine warnende Geschichte. Während sich die Chicago Bulls Michael Jordan mit dem insgesamt dritten Pick sicherten, dreht sich die eigentliche Geschichte oft um den Fehler, der direkt vor ihnen gemacht wurde. Die Houston Rockets wählten zunächst Hakeem Olajuwon aus. Olajuwon war eine dominierende Kraft an der University of Houston, und seine Auswahl erwies sich als vorausschauend. Anschließend führte er die Rockets 1994 und 1995 zu zwei Meisterschaften und erhielt 1994 die Auszeichnung „NBA Most Valuable Player“.
Dann kam die Wahl, die die Portland-Fans bis heute verfolgt.
Sam Bowie. Die zweite Gesamtauswahl. Ein 7-Fuß-1-Zentrum der University of Kentucky. Die Trail Blazers wählten ihn gegenüber Jordan. Es war eine Entscheidung, die damals logisch erschien, sich aber in ein karrierebestimmendes Bedauern verwandelte.
Die Begründung hinter der Auswahl
Warum hat Portland den künftigen größten Spieler aller Zeiten aufgegeben? Die Antwort liegt in der Dienstplanerstellung, nicht in der Talentbewertung. Die Blazers hatten bereits Clyde Drexler. Drexler spielte die gleiche Position wie Jordan. Für das Frontoffice fühlte sich die Hinzufügung eines weiteren Wachmanns überflüssig an. Sie legten Wert auf Größe und Länge. Sie wollten einen großen Mann in der Farbe.
Bowie passte in dieses Schema. Er war groß. Er war planbar. Er schien die sichere Wahl zu sein.
Bowies Karriere vs. Das Jordan-Erbe
Bowie hatte eine respektable zehnjährige NBA-Karriere. Er war kein Misserfolg im herkömmlichen Sinne. Er spielte. Er hat dazu beigetragen. Aber er wurde nie der Star, den die Draft-Position implizierte. Noch wichtiger ist, dass seine Karriere durch schwere Beinverletzungen zunichte gemacht wurde. Die physische Belastung begrenzte seine Obergrenze. Er erreichte nie die Höhe der Spieler, die um ihn herum rekrutiert wurden.
In der Zwischenzeit, Jordan.
Der Vergleich ist fast grausam. Bowies Körper hat ihn im Stich gelassen. Jordans Beine trugen ihn zu fünf Meisterschaften. Die Blazers haben ihre Zukunft gegen einen Spieler eingetauscht, der nicht gesund bleiben konnte. Sie gaben die Möglichkeit auf, auf ein Generationentalent aufzubauen.
Bedauern und Nachdenken
Portland und seine Fans haben sich von dieser Entscheidung nie erholt. Es geht nicht nur darum, Jordan zu verlieren. Es geht darum, wie und warum sie ihn verloren haben. Es war nicht so, dass sie sein Talent nicht erkannten. Es ging darum, dass sie ihre bestehende Aufstellung nicht stören wollten. Sie schätzten die bekannte Menge von Drexler über das unbekannte Potenzial von Jordanien.
Clyde Drexler war großartig. Das bestreitet niemand. Aber die Wahl von Bowie anstelle von Jordan wird allgemein als einer der größten Draft-Fehler in der Geschichte der NBA angesehen. Die Rockets haben in Olajuwon eine Legende bekommen. Die Bulls haben in Jordanien einen Gott bekommen. Portland hat einen Mann mit schlechten Knien.
Der Entwurf von 1984 war nicht nur ein Auswahlverfahren. Es war eine Weggabelung. Houston und Chicago bogen nach links ab. Portland bog nach rechts ab. Und seitdem stecken sie in diesem Verkehr fest.